# 8 Schwarzwaldromantik mit Zukunft: Das Knusperhäuschen in Sasbachwalden – ein Herzensprojekt

Shownotes

In dieser Folge sitzen Team Wolf (Alexandra und Thomas) und ich am Kaminfeuer im Knusperhäuschen in Sasbachwalden – und wir haben unseren ersten Gast: Chefin Andrea Vogt. Andrea hat diesen besonderen Ort gemeinsam mit ihrem Mann von Grund auf aufgebaut: aus einem alten Hof wurde ein echtes Schwarzwald-Schmuckkästchen mit gewachsenem Gastronomiebetrieb, viel Handwerk und noch mehr Herzblut.

Wir sprechen über die Geschichte hinter dem Haus, darüber, warum man diesen Ort nicht nur beschreiben kann, sondern fühlen muss – und warum er Zukunft hat. Andrea erzählt, was es wirklich bedeutet, einen Gastronomiebetrieb zu führen, warum Gastronomie immer funktioniert, wenn man es richtig macht, und welche Art Mensch zu diesem Haus passt. Denn Andrea sucht eine Nachfolge – und für sie beginnt ein neuer Lebensabschnitt.

Für Team Wolf ist diese Immobilie ein echtes Herzensprojekt: Thomas hat hier über viele Jahre (mit Unterbrechungen) gearbeitet und kennt das Knusperhäuschen in- und auswendig. Umso schöner ist es, dass Wolf Immobilien den Verkauf begleiten darf.

Viel Freude beim Anhören!

Unser Gast:

Chefin Andrea Vogt vom Knusperhäuschen in Sasbachwalden

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Website – Wolf Immobilien: https://www.wolf-immobilien-baden-baden.de/

Instagram – @wolfimmobilienbadenbaden: https://www.instagram.com/wolfimmobilienbadenbaden/

YouTube – Wolf Immobilien: https://www.youtube.com/@wolf-immobilien-baden-baden

Facebook – Wolf Immobilien Baden-Baden: https://www.facebook.com/WolfImmobilienBadenBaden

Jessica Sander – Moderation & Podcastproduktion Website: https://www.mobilpodcast.de/

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Transkript anzeigen

00:00:00: Ich habe das schon seit Jahren vor es zu verkaufen, aber jedes Mal denkt man, ja, dann machen wir es doch noch ein bisschen.

00:00:05: Ich bin mittlerweile leider gut es auch gezwungen zu verkaufen, weil mein Küchenchef aufhört.

00:00:10: Der hat ziemlich fast sechs, zwanzig Jahre begleitet.

00:00:12: Hier bekommt ihr den Blick durch Schlüsseloch.

00:00:16: Mit den Wolfs auf Häusersuche.

00:00:18: Zwei Magler, echte Geschichten, keine Floskeln.

00:00:22: Und jetzt Tür auf.

00:00:25: Herzlich willkommen, ich bin Jessica Sander und ich freue mich sehr, dass natürlich das gesamte Team Wolf hier bei mir sitzt.

00:00:31: Alex, Thomas.

00:00:32: Schönen guten Morgen.

00:00:33: Guten Morgen.

00:00:34: Hallo.

00:00:35: Und wir sitzen heute aber nicht allein hier.

00:00:37: Wir haben einen Gast, Andrea Vogt.

00:00:39: Schön, dass du auch da bist.

00:00:40: Hallo.

00:00:40: Hallo, guten Morgen.

00:00:42: Und warum du hier bist, ist ganz einfach.

00:00:44: Es geht um deine Immobilie.

00:00:46: Du bist die Eigentümerin und verkaufst gerade gemeinsam mit Team Wolf das Knusperhäuschen in Sassbach-Weiden.

00:00:51: Und das Besondere ist, wir sitzen genau hier an diesem Ort.

00:00:54: Und das ist nämlich ein Ort, den man nicht nur, wo man drüber erzählen muss, sondern den muss man einfach fühlen.

00:01:00: Es ist ein romantisches Fachwerkhaus mit gewachsenem Gastronomiebetrieb.

00:01:04: Und wir sitzen hier direkt am Kamin, am echten lodernen Feuer.

00:01:07: Also es ist wirklich wunderschön.

00:01:09: Und bei dir ist die Geschichte ja eigentlich auch sehr schön und verrühren.

00:01:12: Du kommst ja eigentlich aus dem Norden, hast bis der Liebewegen hier hergekommen und hast dich dann auch in dieses Haus

00:01:19: verliebt.

00:01:20: Und auch Thomas hat hier eine besondere Beziehung, weil du hast ja mal gearbeitet.

00:01:23: Also es steckt hier so viel.

00:01:24: Tolle, tolle Geschichten, die hier drin stecken.

00:01:27: Und ja, es ist einfach ein Herzensprojekt und darüber wollen wir heute nämlich sprechen.

00:01:32: Und wir nehmen euch heute mit an diesen Ort, was ihn trägt und wir sprechen darüber, warum dieser Ort Zukunft hat und auch diese Gastronomie und welche Hände dieses Haus passt.

00:01:41: Und wir können verraten, es gibt sogar schon zwei Interessenten.

00:01:45: Aber ich würde sagen, wir steigen mal ein.

00:01:48: So, und zwar mit dem Herzensthema und zwar warum dieses Haus, warum diese Geschichte, warum Thomas gesagt hat, wir müssen diese Folge unbedingt machen.

00:01:56: Thomas, dann kannst du doch direkt einsteigen.

00:01:58: Warum hast du gesagt, hier müssen wir herkommen, diese Folge müssen wir machen, mit Andrea müssen wir sprechen, dieses Haus müssen wir vorstellen.

00:02:04: Ja, mich verbindet hier mit dem Knusperhäuse natürlich schon eine mittlerweile jahrzehntelange Geschichte.

00:02:12: Das ist eigentlich unfassbar.

00:02:13: Ich habe damals mit Anfang zwanzig angefangen in der Gastronomie nebenbei zu arbeiten und ja, habe in dem Zug dann hier Andrea kennengelernt und habe tatsächlich meine Liebe.

00:02:28: für die Gastronomie entdeckt und hätte mir damals vor über zwanzig Jahren natürlich niemals erträumen lassen, dass sich das Ganze mal dahin entwickelt, dass wir irgendwann auch die Ehre haben, das Objekt verkaufen zu dürfen.

00:02:44: Andrea, wir sitzen jetzt hier, ich bin schon hier angekommen und habe gedacht, wow, das ist so ein Schmuckkästchen, das ist so wunderschön,

00:02:50: diese

00:02:50: Energien hier sind toll, du hast das so liebevoll hier eingerichtet.

00:02:54: Blutet jetzt das Herz?

00:02:56: Ich weiß, es ist ja eine Entscheidung dann zu verkaufen, aber Wo stehst du gerade in diesem Prozess, dass du dich freust, wenn du es dann verkauft hast?

00:03:03: Oder das in diesem Herzschmerzprozess, also wo stehst du denn da aktuell?

00:03:06: Das weiß ich selber gar nicht, weil es ist immer, ich hab das schon seit Jahren vor, es zu verkaufen, aber jedes Mal denkt man, oh ja, ne Mama ist doch noch ein bisschen, ich bin mittlerweile leider gut, es auch gezwungen, es zu verkaufen, weil mein Küchenchef aufhört und der hat für mich fast sechs, zwanzig Jahre begleitet.

00:03:24: Und das ist dann für mich natürlich Auch eine Überlegung gewesen, mich jetzt endgültig vom Haus zu trennen, weil ich es ohne ihn nicht machen kann.

00:03:33: Es ist theoretisch ein Betrieb, der für ein Ehepaar gut ist.

00:03:37: Und für mich allein, mein Mann ist verstorben, ist es sehr viel Arbeit gewesen.

00:03:41: Und ohne diesen Mann bin ich eigentlich ziemlich aufgeschmissen, nimmt mir ohne mich viel ab.

00:03:45: Aber auf der einen Seite ist es klar, man trennt sich ungern von einem Objekt, was sehr gut läuft.

00:03:51: was man so liebevoll eingerichtet hat.

00:03:53: Auf der anderen Seite fängt natürlich wieder ein anderer Lebensabschnitt an, der natürlich auch Vorfreude bringt.

00:03:59: Das ist spannend.

00:04:01: Aber nehmen

00:04:01: wir es doch nochmal ganz kurz mit an den Anfang.

00:04:03: Also der Liebe wegen, hat es dich hierher verschlagen?

00:04:05: Ja, oder?

00:04:06: Ja, ich bin mit meiner Liebe hierher gekommen.

00:04:08: Wir hatten also theoretisch, ich habe den Mann nicht hier kennengelernt, sondern im Norden.

00:04:14: Und wir sind aber gemeinsam hier runtergegangen, weil wir beide wollten in Süddeutschland leben.

00:04:17: Und dieses Haus hat eine sehr, sehr lange Geschichte.

00:04:20: Da wohnte ein älterer Herr drin.

00:04:21: Es war ein Winserhof.

00:04:24: Ganz früher war es eine Poststation.

00:04:27: Und irgendwann rief mein Nachbar von meinem Mann an und sagte, du wolltest doch deiner Frau immer meinen Bauernhof kaufen.

00:04:33: Da unten ist ein Bauernhof frei.

00:04:36: Mein Mann hat den Bauernhof gekauft.

00:04:38: Meine Tiere sehen jetzt natürlich etwas anders aus, als die, die ich mir vorgestellt hatte.

00:04:45: Aber so ist

00:04:46: das.

00:04:49: Machen

00:04:49: aber viel mehr Dreck.

00:04:54: Es war total abgetagelt, alter Hof, der sehr, sehr viel Mühe gebraucht.

00:04:59: Wir haben sehr viel Aufwand betrieben, um den so wieder herzurichten.

00:05:03: Erst theoretisch komplett abgerissen gewesen, bis auf das Balken gestellt, weil das ist Deckmarschutz.

00:05:09: Und wir mussten es dann sogar auf Stahlträger hängen, um ein Keller reinzusprengen.

00:05:12: Und das ist dann eine Geschichte für sich.

00:05:14: Und zwar sehr, sehr, sehr arbeitsintensiv und sehr teuer.

00:05:18: Aber ich denke, das Ergebnis kann sich sehen lassen.

00:05:21: Ja, Wahnsinn.

00:05:22: Das heißt, ihr habt alles selber hier aufgebaut, du hast alles selber eingerichtet.

00:05:25: Das ist wirklich von den Grundmauern auf, sozusagen.

00:05:28: Wow, standen an theoretisch nur noch Balken und alles andere wurde dann drum herum wiedergesetzt.

00:05:34: Wir durften es von außen ja nicht verändern, weil es Denkmalschutz ist.

00:05:38: Aber wir haben natürlich hier drin sehr, sehr viel gemacht.

00:05:41: Wunderschöne Geschichte, der musste nur her Boden rein und da sagt man zu mir, kannst du mal den Boden kaputt machen?

00:05:49: Und dreckig und überhaupt, dass der Halt aussieht.

00:05:53: Das war auch eine Prozedur.

00:05:55: Ein altes Haus mit neun Bohnen sieht nicht aus.

00:05:57: Dann musste ich mir das einfallen lassen.

00:05:59: Und was hast du dir einfallen

00:06:00: lassen?

00:06:01: Ja, ziemlich viel.

00:06:01: Also drei Tage nicht gewischt und dann braunen Bonerwachs drauf und nicht aufpoliert und dann wieder Bonerwachs drauf und aufpoliert.

00:06:11: Stühle hin und her gerutscht und... Ja.

00:06:14: Sehr schön.

00:06:16: Wenn ihr euch jetzt fragt, wie das hier aussieht, ihr wollt das unbedingt sehen, dann könnt ihr auf die Seite von Wolf Immobilien gehen.

00:06:20: Da könnt ihr es jetzt nämlich noch sehen.

00:06:22: Also es ist noch nicht verkauft.

00:06:24: Ihr könnt jetzt noch mal einen Eindruck davon gewinnen oder einfach vorbeikommen noch.

00:06:27: Das ist ja echt einfach schön.

00:06:28: Das lohnt sich auf jeden Fall.

00:06:30: Und Thomas, Alex, nehmt uns doch mal mit.

00:06:32: Wenn man die Tür aufmacht, was sind die ersten drei Dinge, die man sofort spürt, Alex?

00:06:36: Was ist es denn bei dir?

00:06:37: Ja gut, dadurch, dass ich hier seit gefühlt in zwanzig Jahren ein- und ausgehe, ich habe mit Thomas da immer dadurch begleitet, also wir haben uns ja zu Schulzeiten kennengelernt und er hat damals hier eben als Service-Mitarbeiter, als Kellnerk arbeitet und ja, ich habe ihn dann öfters besucht, dann wo wir hier von München damals hierher gezogen sind, hast du dann wieder einen Stieg glaube ich hier gehabt und Dann kam ich mit den kleinen Kindern hier immer vorbei und man ist immer ganz herzlich empfangen worden, weil man kannte sich ja schon.

00:07:08: Ja, wir wurden oft ins, wie heißt es, ins Stübchen

00:07:12: gesetzt.

00:07:21: Das Stübchen ist wunderschön.

00:07:25: Aber

00:07:25: ich bin halt mit kleinen Kindern hierher.

00:07:28: Kleine Kinder, die so in... Ja, in der Gaststätte rumrührend ist vielleicht nicht so gut, also hat man uns etwas repariert.

00:07:36: Die

00:07:36: Kinder sind inzwischen größer und können sich benehmen.

00:07:38: Jetzt dürfen wir auch vorne sitzen.

00:07:41: Und ich verbinde es mit ganz vielen Familienausflügen.

00:07:45: Wir waren im Schwimmbad und Thomas hat gearbeitet und ich bin mit den Kindern so lange in Schwimmbad gegangen.

00:07:51: Abends auf dem Rückweg sind wir hier noch eingekärt und haben hier gegessen, weil ich wollte keine Pommes.

00:07:57: Wir wollten immer Spätzle mit Soße oder geschnetzeltes, so gut bürgerlich.

00:08:03: Inzwischen habe ich wahnsinnig viel Personal hier kommen und gehen sehen.

00:08:07: Wir haben auch viel Personal hier mit reingebracht aus dem Freundes- und Bekanntenkreis.

00:08:12: Unser Sohn hat hier lang gearbeitet und hat Durch das Knusperhäuschen, seine Liebe zur Gastronomie und den Hotelerie entdeckt.

00:08:20: Aber Wahnsinn, ich mein, für euch ist das ja ein komplettes Herzensprojekt.

00:08:24: Also, ihr hängt ja alle so sehr hier dran.

00:08:26: Wie außergewöhnlich ist es, so eine Immobilie jetzt verkaufen zu dürfen?

00:08:30: So viel Geschichte und so viele Einzelpräge?

00:08:31: So ein

00:08:31: Privileg, dass wir es machen dürfen.

00:08:33: Also, ich denke, hier haben sich viele drum gerissen, den Verkauf zu begleiten.

00:08:38: Wir sind schlussendlich geworden, dafür sind wir dankbar.

00:08:41: Aber wir wissen auch, was hier Arbeiter hintersteckt.

00:08:44: Wir kennen auch die Hintergrundgeschichten.

00:08:47: Wir kennen die Personen, die hier arbeiten, die hier ihr Herzblut reinkängt haben.

00:08:53: Und das macht es für uns so etwas ganz Besonderes.

00:08:57: Trumas, was war denn für dich damals der Moment, wo du gesagt hast, dieser Ort ist etwas Besonderes?

00:09:03: Das ist was Echtes, der trägt?

00:09:06: Ja, was es besonders macht, ist natürlich Andrea, die Chefin.

00:09:10: Das muss man ganz klar so sagen.

00:09:12: Und ich durfte ja noch ihren Mann kennenlernen, der Heinz hier gelebt hat, auch er war eigentlich... Ich kann es gar nicht anders sagen, eigentlich ein komplett wahnsinniger, aber ein unfassbar liebenswertiger Mensch.

00:09:24: Und ich kann mich noch daran erinnern, immer wenn man dann Feierabend hatten, dann saß man noch draußen und am Stübchen zusammen.

00:09:30: Man haben noch ein, zwei oder drei Gläschen Wein getrunken und er hat Geschichten erzählt von früher.

00:09:35: Und er war einfach noch so ein Schlag von Mensch, was es heute leider fast nicht mehr gibt.

00:09:40: Einfach so auch Nachkriegsgeneration.

00:09:44: Ein Visionär, einfach eine dieser Art von Menschen, die aus der Not heraus damals gar keine andere Möglichkeit hatten, als sich irgendwie was einfallen zu lassen, wie man überlebt, wie man zu Geld kommt, wie man was zu essen hat, wie man ein Dach über den Kopf hat.

00:10:05: Und aus dieser Not heraus wurden die Menschen und so auch der Heinz-Dame sehr furchtbar erfinderisch.

00:10:11: So was kann man sich ja heutzutage eigentlich gar nicht mehr vorstellen, dass die ganzen Jungen, die können das gar nicht mehr nachvollziehen, wie das früher ablief.

00:10:19: Und er war ein absoluter Visionär.

00:10:21: Also ich kann mich noch daran erinnern.

00:10:22: Er saß immer hinten im Stübchen, immer im Blatt Papier vor sich und hat permanent irgendwas aufgeschrieben.

00:10:28: Er hat gesprudelt vor Ideen, vor Visionen.

00:10:31: Er hat ... permanent versucht irgendwas umzusetzen, Andrea.

00:10:36: Und er ist auch sehr, sehr viel angeeckt, ständig hier zum Bürgermeister gerannt und sagt, ich habe nur eine neue Idee.

00:10:43: Lass irgendwie eine Seilbahn bauen, ein Minigolf ein Riesendick.

00:10:47: Also er hatte wirklich geile Ideen, wurde leider viel belächelt.

00:10:52: Leider hat viel funktioniert.

00:10:55: Meiner Meinung nach zum Leitwesen eigentlich des Ortes.

00:11:00: Hätte man mehr auf ihn gehört und hätte man mehr davon umgesetzt.

00:11:04: Meiner Meinung nach, wer der Tourismus in Saasbach Walden heute nochmal deutlich weiter, wie er heute eigentlich ist.

00:11:15: Auf jeden Fall.

00:11:15: Wie

00:11:15: war es für dich, als er dann nicht mehr da war, das irgendwie weiterzuführen?

00:11:20: War das schon so ein Moment, wo du gedacht hast, ich könnte jetzt auch aufhören oder ich würde es jetzt gerne abgeben?

00:11:23: Oder war immer klar, das muss erhalten bleiben, das mache ich jetzt weiter?

00:11:27: Also als ich plötzlich dann hier alleine stand, war für mich ganz klar, ich mache erst mal alleine weiter.

00:11:32: Ich kann Geben nicht einfach auf.

00:11:34: Und das hätte meinen Mann auch nicht gefallen, weil wie gesagt, Kopf und Sand stecken und nichts machen, das war für ihn absolut unmöglich.

00:11:41: Und das war so ein bisschen ansteckend.

00:11:43: Also ich habe auf jeden Fall gesagt, nein, ich mache das weiter.

00:11:46: Das ist gar keine Frage.

00:11:48: Und das ist mir auch ganz gut gelungen.

00:11:50: Also ich habe ziemlich viel Zeit hier reingesteckt.

00:11:52: Es lief dann auch sehr, sehr gut gleich an.

00:11:55: Trotzdem, dass ich alleine war, weil ich natürlich mehr Zeit fürs Geschäft hatte als vorher.

00:12:01: Ja, also ich habe nicht eine Minute drüber nachgedacht, dass ich aufgebe.

00:12:07: Alex, sag doch mal, was verkauft man hier eigentlich?

00:12:11: Also wenn es nicht nur um Quadratmeter geht, was ist das, die Seele, was ist das alles, was du als Marklerin sagst, was man hier verkauft?

00:12:18: Ein Gefühl.

00:12:20: Also ich finde, du verkaufst ein Lebensgefühl mit und auch eine Geschichte.

00:12:24: Ich finde das ja immer ganz besonders bei älteren Immobilien, insbesondere bei denkmalgestützten Immobilien.

00:12:30: Das macht mir wahnsinnig Spaß, zum Bauamt zu gehen und mal die Unterlagen zu sichten.

00:12:35: Die sahen das Gebäude mal früher aus, was wurde alles dran gemacht und auch diese ganzen Genehmigungsverfahren.

00:12:41: Also das bezieht sich jetzt sage ich mal nur auf die Immobilie.

00:12:44: Hier steckt halt wahnsinnig viel Herzblut dahinter.

00:12:47: Und es hat das Knuspräuschen so einen wunderschönen Standort hier in mitten von Saasbach-Walten.

00:12:54: Das kann ja eigentlich kaum eine andere Gastronomie hier im Umkreis bieten, insbesondere mit dem Biergarten.

00:13:01: Du kommst eigentlich gar nicht hier durch die Hauptstraße durch, ohne den Blick nach links zu werfen, also wenn man von unten aus nach oben fährt und mal hier rüber zu spicken und zu gucken, was ist hier gerade, was geht hier, wie viele Leute sind da, wie viele Gäste und es hat mich irgendwie immer fasziniert, also ich bin immer gern hierher gekommen.

00:13:20: wo dann unser Sohn hier gearbeitet hat, war ich noch mehr zu Besuch hier, weil man will ja sein Kind beim Arbeiten ein bisschen beobachten.

00:13:27: Ist es dann ein Vorurteil, dass Gastronomie eigentlich tot ist und nicht mehr funktioniert?

00:13:31: Oder kommt es darauf an, was ist für eine Gastronomie so gerade hier im Schwarzwald?

00:13:35: Oder funktioniert es gerade hier im Schwarzwald noch?

00:13:37: Oder auch nur, wenn es was Besonderes ist?

00:13:40: Ich glaube, wird Andrea wahrscheinlich besser sankern, aber es gab so viele verschiedene... Jahrzehnte hier schon, wo halt mal, sag ich mal, weniger los war, dann war wieder mehr Tourismus, dann von den Nationalitäten her hat sich's, glaube ich, auch ziemlich verändert.

00:13:56: alles, ja.

00:13:57: Ich glaube, wir hatten mal so eine Zeit lang, wo wir viele Spanier hier hatten.

00:14:00: Das ist im Moment noch immer.

00:14:02: Ist immer

00:14:02: noch.

00:14:02: Und

00:14:02: die Spanier haben's entdeckt.

00:14:04: Irgendwie hatten die eine gute Frau, die eine Spanierin, die sehr, sehr gute Videos gedreht hat und die hat ... Das Tourismusbüro hat die mal eingeladen.

00:14:14: Da war sie so begeistert, dass sie es jetzt immer sagt, also wenn ihr Deutschland besucht, dann müsst ihr auf jeden Fall, bevor ihr nach Hause fliegt, einmal in Sassbach-Walgen gewesen sein, weil das ist für mich der klassische Schwarzwald.

00:14:26: Und diese spanischen Touristen, die habe ich nach wie vor dir, die haben die deutschen Weihnachtsmärkte besucht.

00:14:33: und wollten das Original sehen.

00:14:35: Die sind auch ganz neugierig und die finden das natürlich ganz toll.

00:14:37: Auch im Sommer hier, dass hier alles grün ist und nichts verbrannt und dass man Luft holen kann im Wald.

00:14:43: Und das kennen die ja nicht.

00:14:44: Aber es sind natürlich nur Spanier, die bei uns im Sommer vorbeikommen.

00:14:48: Es sind natürlich aufgrund der dichten Grenze Franzosen.

00:14:53: Hab viel Skandinavia.

00:14:55: Aber auch Amerikaner verirrt sich mittlerweile im Schwarzwald.

00:14:58: Also ich kann nicht sagen, dass der Tourismus weniger geworden ist.

00:15:03: Aber funktioniert Gastronomie generell hier im Schwarzwald?

00:15:05: oder nur, wenn man sowas Besonderes hat wie du?

00:15:08: Wenn man sowas Besonderes hat, wie ich, funktioniert Gastronomie immer.

00:15:12: Ich könnte dieses Haus auch in München, Berlin, Tokio oder Lisbon stehen haben.

00:15:17: Es würde auch da laufen, weil es eben was Besonderes ist.

00:15:20: Gastronomie funktioniert immer.

00:15:23: Egal wo man ist, solange man es richtig macht, das ist ganz einfach.

00:15:27: Solange

00:15:27: du dich auch abhebst, würde

00:15:28: ich sagen.

00:15:28: Genau, also erstmal nicht nur optisch, sondern auch unsere Art, wie wir dem Gast entgegenkommen.

00:15:33: Wir sind sehr offen, bei uns wird jeder Gast im Sommer im Winter persönlich begrüßt.

00:15:39: Da läuft nicht einfach einer rein, das geht gar nicht, weil wir müssen uns auch merken, wer ist jetzt gerade rischgekommen und wer ist gegangen.

00:15:49: Es muss schon ein bisschen persönlich laufen, aber ich glaube, so ein Haus wie dieses würde auf der ganzen Welt gehen.

00:15:55: Thomas Woran erkennt ihr als Team Wolf, dass ein Betrieb gewachsen ist und wirklich funktioniert und nicht nur gut aussieht.

00:16:00: Also, du wusstest ja gleich, das hier will ich verkaufen, klar, weil auch dein Herz dranhängt oder da will ich Teil davon sein, aber das funktioniert hier auch.

00:16:07: Woran erkennt ihr das denn?

00:16:09: Ja gut, in dem Fall erkenne ich es oder weiß es einfach persönlich, weil ich hier, wie gesagt, ich glaube insgesamt mit Unterbrechung... an die zwanzig Jahre hier gearbeitet habe, wie gesagt, immer wieder mal mit Unterbrechung, aber ich kam immer wieder zurück.

00:16:24: Und als ich irgendwann zu Andrea gesagt habe, sorry, jetzt gehe ich dann mal so Richtung auf die fünftig zu, jetzt reicht es mal so langsam, als sie meinte, nein, nein, auf gar keinen Fall, du darfst hier dich aufhören.

00:16:34: Und dann musste ich hier meinen Sohn quasi als Ersatz bringen.

00:16:37: Und

00:16:39: trotzdem habe ich dich immer noch wieder anrufen.

00:16:41: Und trotzdem habe ich ab und zu mal ausgeholfen, wenn es gebrannt hat.

00:16:46: Insofern weiß ich hier einfach, was geht.

00:16:49: Und das ist einfach ganz klar, wie man auch hier zum internationalen Publikum, wenn ich das anderen Leuten erzähle, die glauben mir das ja kaum.

00:16:59: dass du hier wirklich Gäste aus der ganzen Welt sitzen hast.

00:17:02: Also ich habe hier sogar Asiaten, aus China.

00:17:07: Du hattest schon den.

00:17:08: Alles mögliche.

00:17:10: Die Schuhe draußen ausgezogen.

00:17:12: Füßen ja reingelaufen

00:17:14: sind.

00:17:15: Alles und ich fand es immer spannend, wie ich hier noch gearbeitet habe.

00:17:18: Habe ich die Leute auch immer gerne gefragt.

00:17:20: Was macht ihr hier eigentlich?

00:17:21: Warum?

00:17:22: Wie findet ihr hierher?

00:17:24: Und da kann ich mich noch daran erinnern, dass ich mal mit chinesischen Gästen gesprochen habe.

00:17:29: Und die haben dann gemeint, ja, sie machen gerade eine Europatur.

00:17:32: Und dann machen die irgendwie Stationen, keine Ahnung, London, Paris, Mailand, Sassbach-Walden.

00:17:39: Wo ich dann denk, okay, krass.

00:17:42: Und dann stellst du den irgendwie in einer Schnitzel mit Spätzle und Soße und einen Rumpsteak hin.

00:17:50: Und dann gucken die dich mit riesengroßen Augen an.

00:17:53: Die haben sowas natürlich noch nie in ihrem Leben gesehen.

00:17:55: Aber die finden das halt mega.

00:17:57: Schön.

00:17:58: Und da kommen dann, die kommen da halt hier mit dem Bus angefahren, rennen alle raus, kommen, essen, trinken.

00:18:04: Eine halbe Stunde später sind sie wieder weg.

00:18:06: Ach so, das war dieser

00:18:07: Kaffeetourismus.

00:18:09: Auf

00:18:09: die Busse, das war ja geil.

00:18:10: Am tollsten mal die Engländer.

00:18:13: Die Englischen, die waren mega.

00:18:15: Die Engländer sind so furchtbar nett.

00:18:17: Und ja, die viele Jahre kamen immer so eine englische Rose.

00:18:22: Die Rose.

00:18:22: Die hatte immer so eine langstilige Plastikrose heran, damit die Leute sie nicht verloren haben.

00:18:29: Die kamen dann immer mit fünfzig Engländern hier angeschossen.

00:18:32: Die kamen dann so lustig.

00:18:33: Gigantisch.

00:18:34: Ja.

00:18:34: Und auch die Kaffeibusse.

00:18:35: Das hat leider, worum auch immer, so ein bisschen nachgelassen.

00:18:38: Ja, das lag doch da drin.

00:18:39: In Saspachweilen ist mal schönste Dorf Deutschlands geworden.

00:18:42: Und das hatte sie natürlich dann umgesporen und kamen immer ganz viele Bus-Touristen.

00:18:47: die sich das älter erschaffen, wie sie das angucken wollten.

00:18:51: Früher war das hier ganz extrem, da hatten wir manchmal bis zu elf Bussen am Tag.

00:18:56: Und als die Wagner-Kliniken noch standen und auch noch frequentiert wurden, da war das noch extremer.

00:19:04: Ich hatte damals hier im Ort noch ein Trachtengeschäft, Hänsel und Kretel.

00:19:07: Darum heißt das Hauskunstbarhäuschen.

00:19:10: Und da musste man teilweise die Tür zu machen, so viele Menschen waren auf einmal im Geschäft.

00:19:14: Das war so ein super Busy.

00:19:17: kleines Örtchen, was vielleicht noch am Königssee ähnlich gelaufen ist.

00:19:22: Aber ich kann mir kaum vorstellen, dass es noch touristischere Orte gab wie damals zu der Zeit, Sassbach-Wallen.

00:19:28: Das hat noch viel hängen geblieben.

00:19:30: Ja.

00:19:30: Lebst du dann trotzdem auch von den Stammgästen hier aus der Region?

00:19:33: oder ist das dann nur zweitrangig?

00:19:35: Sind das eher die Touristen?

00:19:35: Das

00:19:36: ist theoretisch beim uns eigentlich zweitrangig, weil die haben natürlich mit, nicht nur uns, die haben ja mehrere Auswahlmöglichkeiten hier, aber eigentlich ist es Bei den meisten Menschen so einen spontanen Einkehren, da muss ich rein.

00:19:49: Das sieht toll aus, da muss ich rein.

00:19:51: Und wenn er dann noch fröhlich und freundlich und nett begrüßt wird, der Gast dann kommt er auch wieder, ist ganz klar.

00:19:57: Ich würde gerne drei Sätze vorlesen und dann würde ich erst mal dich bitten, darauf zu reagieren, ob das totaler Schwachsinn ist oder ja.

00:20:04: Und dann euch aus Sicht der Vermittlung.

00:20:06: Mal gucken, ob das funktioniert.

00:20:08: Was ich mir da überlegt habe.

00:20:09: Letztes Mal, als ich so was hatte, Alex, hast du mich ja immer so fragelt angeguckt, was ich jetzt hier irgendwie befragen stelle.

00:20:14: Ja, ich komme

00:20:15: immer ein

00:20:16: bisschen vor mir in der Schule

00:20:17: wieder.

00:20:17: Zehn

00:20:18: mal bitte drei Sachen auf.

00:20:19: Nein, nein, nein.

00:20:22: So ist das, wenn man mich bucht.

00:20:24: Ja, wir wissen ja, dass du das magst.

00:20:27: Wir fluffen uns ja.

00:20:29: So, also Satz eins.

00:20:31: Wenn das Haus schön ist, kommen die Gäste von alleine.

00:20:33: Ja, ein, also um.

00:20:37: Man kann das schönste Haus haben, wenn man es nicht richtig führt, geht auch nicht.

00:20:40: Aber die Schönheit eines Hauses macht doch schon sehr viel aus.

00:20:43: Also das macht den Reizpunkt und das macht auch das Auge sagt, ich muss da mal reingehen.

00:20:49: Und aus der Vermittlung?

00:20:51: Auch ja ein schönes Haus alleine reicht meiner Meinung nach auch nicht aus.

00:20:56: Man muss es mit Liebe füllen, definitiv.

00:20:58: Ja, mit Liebe füllen und

00:20:59: spät und fällt mit dem, der hier arbeitet.

00:21:03: Das hast du mir eigentlich oft gesagt und auch unser Sohn, wenn man in der Gastronomie arbeitet.

00:21:09: Selbst wenn jetzt hier Touristen sind, machen hier Urlaub.

00:21:12: Und die kommen ein Abend hier rein und werden höflich freundlich bedient.

00:21:16: Das Essen hat gut geschmeckt.

00:21:18: Die kommen am nächsten Tag wieder, weil die einfach die Person so wertschätzen.

00:21:22: und ja, die verlieben sich in den Kellner für die Zeit, wo sie da sind und möchten dann auch von dem bedient werden.

00:21:28: Die fragen dann auch teilweise, arbeitst du morgen wieder?

00:21:31: Also weil wir würden dann morgen wieder ein Tisch hier buchen, ja.

00:21:34: Schön.

00:21:35: Siehst du, ist doch eine tolle Rubrik.

00:21:38: Gut, bei

00:21:39: den nächsten ist wahrscheinlich ähnlich.

00:21:40: Man braucht nur gutes Essen, der Rest ergibt sich.

00:21:42: Nein, das stimmt nicht.

00:21:43: Gutes Essen ist super wichtig, klar.

00:21:46: Aber der Rest ergibt sich nicht.

00:21:47: Nein, also da muss man schon ein bisschen mehr machen, als nur gutes Essen liefert.

00:21:51: Wollt ihr darauf auch Antworten, ist sie eigentlich?

00:21:53: Ja

00:21:53: gut, ich finde immer diese Späßchen, so ein bisschen diese Kommunikation, oder?

00:21:57: Ja, es macht das Gesamtpaket.

00:21:59: Natürlich ist gutes Essen wichtig, natürlich muss das Haus schön sein, natürlich muss es schön dekoriert sein und so weiter, aber es steht und fällt definitiv mit dem Team und mit dem Kellner, der den Tisch bedient.

00:22:12: Und das ist auch die Erfahrung, die ich vor allem gemacht habe, hier im Knusperhäuschen, aber auch in anderen Häusern, wo ich gearbeitet habe.

00:22:19: Die Leute kommen wieder wegen dir, also wegen dem Kellner, der sie bedient hat.

00:22:27: Wir sitzen

00:22:31: ja mitten im Restaurant an diesem wunderschönen Kaminfeuer, also heute ist es etwas lauter.

00:22:40: Ja, wie gesagt, die Leute kommen wegen dir und oftmals kommen ja auch so etwas ältere Pärchen.

00:22:46: Also jetzt gerade hier in Salzburg-Walden haben wir so Unweit, gibt zum Beispiel so ein Wohnmobil-Stellplatz.

00:22:52: Und da kommen halt die Rentner, wo die Kinder sind aus dem Haus.

00:22:56: Und die kaufen sich dann Wohnmobil und sagen so, jetzt mit Ue-Sechzig, Ue-Siebzig, jetzt gehen wir ein bisschen auf Tour.

00:23:02: Ich

00:23:02: glaub, die kaufen das Wohnmobil, weil sie Nund haben.

00:23:05: Ja, auch.

00:23:07: Weil der kann sich Nund immer mitnehmen.

00:23:09: Und man klang hier so viele Hunde, dass ich denke, oh, jetzt müssen wir mal mal.

00:23:12: Ein

00:23:14: bisschen

00:23:15: sortieren.

00:23:17: Sonst ist die größte Bar, ich habe die Hundebar.

00:23:20: Total schwierig.

00:23:22: Ja, aber die kommen dann halt zu zweit hier rein und freuen sich total, wenn sie ein bisschen Ansprache haben, wenn sie sich ein bisschen nett unterhalten können, dann gehen die außen denken, ach, was war das für ein netter Abend?

00:23:30: Da gehen wir morgen gerade wieder hin.

00:23:33: So, der dritte Satz.

00:23:35: Gastro lohnt sich heute grundsätzlich nicht mehr.

00:23:37: Das ist totaler Quatsch.

00:23:38: Also ich bin ja nicht nur in Saasbachweilen, ich bin auch sehr viel unterwegs.

00:23:42: Jede freie Minute, die ich habe, setzt ich mich ins Auto oder ins Flugzeug und fahr zwei, drei Tage mal woanders hin.

00:23:48: Das ganze Leben würde ohne Gastronomie überhaupt nicht funktionieren.

00:23:51: Das ist total schwachsinnig.

00:23:53: Also, ich glaube, es gibt kaum einen Bereich, der so interessant ist wie Gastronomie und das wird es immer geben.

00:24:00: Immer.

00:24:00: Das ist eines der ältesten Gewerbe und die wird es auch immer.

00:24:04: nach wie vorgebendes.

00:24:06: Gastronomie lohnt sich auch immer.

00:24:07: Das ist ja ein Grundbedürfnis,

00:24:07: sage ich ja auch.

00:24:08: Bei dir ist die Gastronomie, das Essen, das Trinken, das ist ein Grundbedürfnis.

00:24:12: Die Geselligkeit

00:24:12: auch.

00:24:13: So wie

00:24:14: die Immobilien des Wohnen.

00:24:16: Also im Grunde genommen bedienen wir Menschen in ihrem Alltag.

00:24:21: Und ja, ich kann zwar gar nicht verstehen, warum Gastronomien zumachen.

00:24:26: Also entweder ist dann all das bedingt oder vielleicht... Nicht genug Werbung macht keine Ahnung, die Frequenz nicht gut, die Lage nicht gut, aber das haben wir hier überhaupt nicht.

00:24:37: Wir haben hier eine Spitzenlage und es ist was Einmacher.

00:24:40: Ja gut, es steht und fällt halt das ganze Thema mit dem Personal.

00:24:44: Ja, nicht nur.

00:24:45: Also es ist natürlich sicherlich das Personal.

00:24:48: In meinem Fall ist es jetzt schon ein Argument aufzuhören, weil mein Küchenchef in Rente geht.

00:24:55: Aber wie gesagt, das ist immer so eine Sache.

00:24:58: So lange der da war, war ich immer auf der sicheren Seite.

00:25:01: Und es ist ja nicht so, dass der Job macht einen ja auch wirklich Spaß, weil man ja auch jeden Tag andere Leute kennenlernt.

00:25:07: Gastronomie hat einen riesengroßen Vorteil für einen, der es betreibt.

00:25:10: Jeder Gast, der komfortfröhlich und freundlich begrüßt.

00:25:14: Meine Pflicht ist ihm guten Appetit zu wünschen.

00:25:17: Sollte der Mensch mir nicht sympathisch sein, war es das.

00:25:21: Ich war trotzdem höflich.

00:25:23: Ist der Mensch mehr sympathisch, kann ich jederzeit mit ihm Gespräch beginnen.

00:25:26: Das kannst du in keinem anderen Metier aus seiner Gastronomie.

00:25:29: Woanders bist du verpflichtet, dich um deinen Kunden zu kümmern.

00:25:33: Und das macht ein Stück Freiheit in der Gastronomie, dass du selber entscheiden kannst, wie du mit dem Gast umgehst.

00:25:42: So, jetzt wollen wir aber mal konkret werden.

00:25:44: Und zwar, welche Menschen passen wirklich zu diesem Haus?

00:25:47: Und woran merkt man früh, ob aus Romantik wirklich ein tragfähiges Konzept wird, ihr beiden?

00:25:53: Lass uns doch mal über die Passung sprechen.

00:25:55: Was muss ein Mensch mitbringen, damit dieses Haus auch wirklich zu ihm passt?

00:25:59: Und dass das nicht nur eine Idee ist, sondern das ist auch wirklich ein tragfähiges Konzept.

00:26:02: Du musst verrückt

00:26:03: sein.

00:26:05: Nee,

00:26:06: du musst einfach... Es ist eine Liebelei, du musst da wirklich ein Fable dafür haben.

00:26:11: Ja, ich sage mir so als totaler Quereinsteiger weiß ich nicht, ob ich mir persönlich so was zumuten wollte.

00:26:18: Wenn jemand der Gastroerboptisch, also zumindest schon in der Gastronomie gearbeitet hat oder einen eigenen Betrieb, hat, hatte, dem spreche ich sowas sehr wohl zu.

00:26:27: Wir hatten auch viele Anfragen für den privaten Bereich, also ob man halt praktisch die Gastro komplett schließt und hier nur wohnt.

00:26:37: Also finde ich schade, weil dann würde diese Geschichte hier irgendwo zu Ende gehen und das ist vielleicht jetzt auch nicht von der Gemeinde Sassbach-Walten so erwünscht.

00:26:46: Also die möchten diese Gastronomiebetriebe hier weiter am Laufen halten.

00:26:52: Hier finden viele Hochzeiten statt, hier soll eingekehrt werden, hier sollen Geburtstage gefeiert werden.

00:26:58: Vielleicht auch mal eine Beerdigung, eine Hausverwaltungsfassung oder irgendwas.

00:27:03: Aber man möchte eben diesen Betrieb aufrechterhalten.

00:27:07: Funktioniert das ohne eine Frau wie Andrea dann so reibungslos weiter?

00:27:13: Der Neueigentümer muss sich das ja auch erst wieder aufbauen oder viele Menschen kommen ja wahrscheinlich wegen Andrea?

00:27:17: Das werden wir sehen, wie es dann funktioniert.

00:27:21: Das

00:27:21: wird sich zeigen.

00:27:22: Auf jeden Fall braucht es jemand, der halt die gleiche Liebe zur Gastronomie hat.

00:27:26: wie Andrea auch.

00:27:28: Ich glaube, viele oder manche stellen sich das Thema Gastronomie so ein bisschen zu romantisch vor und zu einfach und denken so ach ich schmeiß das mein Job dahin und mache jetzt ein Restaurant auf.

00:27:42: Weil ich so gern essen gehe.

00:27:43: Genau.

00:27:45: Und überschätzen sich glaube ich selbst und unterschätzen die Arbeit, die da dahinter steckt.

00:27:50: Vor allem es gibt ja auch viel Arbeit im Hintergrund.

00:27:53: Also hier kochen, essen, servieren, wieder Tisch abräumen, ist ja nicht alles.

00:27:59: Sind halt nicht nur die Öffnungszeiten, die du hast, sondern das drüber hinaus.

00:28:02: Im Hintergrund

00:28:03: geht es weiter.

00:28:03: Da fängt es schon wahnsinnig viel

00:28:04: früher an oder auch an den Tagen, wo.

00:28:07: an den Ruhetagen wird ja auch weiter hier.

00:28:10: Die Organisation betrieben, da muss eingekauft werden, da muss bestellt werden.

00:28:15: Da werden Reparaturen durchgeführt.

00:28:18: Und ich glaube, das stellen sich manche halt vom Zeitaufwand als zu gering vor.

00:28:24: Man muss wirklich viel, viel Zeit hier rein investieren.

00:28:28: Habt ihr denn viele Anfragen gehabt von Menschen, die gesagt haben, auch ich geb jetzt mal mein Bürojob auf, weil ich das gerne machen würde.

00:28:32: Gab's so Anfragen?

00:28:33: Tatsächlich, ja.

00:28:35: Ja,

00:28:36: also die, ja, die einfach auf gut Deutsch die Schnauze voll haben von ihrem jensigen Job, denen das alles irgendwie zu, das war strukturiert, nee, vielleicht einfach zu eingefahren.

00:28:47: Einfach

00:28:47: zu eingefahren, ein, ja.

00:28:49: Die waren aber furchtbar sympathisch.

00:28:51: Die waren

00:28:51: furchtbar sympathisch, die Leute, ja, auf jeden Fall.

00:28:54: Aber ihr müsst ihr dann ein bisschen die Illusion, also ihr... Wir müssen den Traum ein bisschen zerstören oder wir

00:28:58: müssen ja die Leute immer abholen.

00:29:00: Also ob das jetzt eine Gastronomie als Immobilie ist oder ein privates Haus.

00:29:05: Manchmal muss man halt auch einfach die Leute ein bisschen beschützen davor, muss seine eigenen Erfahrungen teilen.

00:29:10: Ja.

00:29:11: um den ein bisschen die Augen zu öffnen, weil ich möchte niemand was verkaufen, der danach damit unglücklich ist.

00:29:16: Der dann sagt, hey, jetzt hat Wolf Immobilien mir das verkauft.

00:29:20: Und guck mal, ich bin jetzt Bankrott, ich bin jetzt im Grunde in Boden, ich bin total unglücklich.

00:29:24: Also das wollen wir nicht.

00:29:25: Wir möchten schon, dass die Menschen da weiter wachsen in ihrem neuen Zuhause.

00:29:30: Andrea, bei wem würdest du sagen, in diese Hände gebe ich es gerne?

00:29:35: Was muss dieser Mensch haben?

00:29:36: oder diese Menschen?

00:29:37: Ja, die müssen dafür brennen, die müssen ja richtig Lust drauf haben, so ein Haus zu führen.

00:29:42: Das finde ich am wichtigsten, weil ich sage ja, auch diese Quereinsteiger hatte ich mal kennengelernt von furchtbar sympathischen Menschen, allerdings nicht aus der Gastronomie.

00:29:51: Was nicht Schlimmes ist, ich selber bin auch nicht aus der Gastronomie.

00:29:55: Und ich bin in dieses Thema reingewachsen, man muss nicht aus der Gastronomie kommen, vielleicht.

00:30:00: Ist es manchmal gar nicht schlecht, wenn man nicht vom Fach ist?

00:30:02: Weil wann ist man nicht so ein Fachidiot?

00:30:04: Also ich kann mich einfach auf andere Sachen einlassen als andere.

00:30:07: Also irgendwie kriegst du dann trotzdem hin und dann sagen mir immer die Profis, nein, das musst du so machen.

00:30:12: Ich sag, nein, was war anders?

00:30:14: Und das gar nicht mal schlecht ist, muss kein Profi sein.

00:30:17: Es muss nur jemand sein, der wirklich Bock auf sowas hat und vor allem richtig Lust auf Leute, also auf Menschen und mit denen Spaß hat.

00:30:25: Aber schon

00:30:26: jemand, der aus einer Dienstleistung rauskommt, der weiß, wie man mitkommt.

00:30:30: Ja

00:30:30: gut, ich meine es gibt ja auch fürchterlich, es gibt ja auch sympathische Menschen, die sind nicht unbedingt aus einer Dienstleistung.

00:30:37: Alles lernen war und wie gesagt, mein Mann und ich waren beide nicht aus der Gastro.

00:30:42: Und es hat trotzdem geklappt, die haben uns zwar alle belächelt.

00:30:46: Aber er ist ja schön reingewachsen.

00:30:48: Ja, natürlich.

00:30:49: Das heißt,

00:30:49: das Feuer dieses Brenn muss einfach da sein, das ist das Wichtigste.

00:30:51: Ja, man muss da einfach Spaß dran haben.

00:30:53: Und das ematische,

00:30:54: denke ich.

00:30:54: Also dieses Jahr, du bist schon vom Typ aus, dann so, dass du gern kommunizierst, gern Menschen um dich rumascht, weil das muss man ja in der Gastrucke hören.

00:31:03: Ich muss den ganzen Tag habe ich Menschen um mich rum, damit muss ich klar kommen.

00:31:07: Also, was ich ganz wichtig finde, ist, dass jemand, wie gesagt, der muss auch mit seinem Team gut umgehen können.

00:31:14: Das heißt, ein Nicht-Gastronom, so wie ich es war oder bin, ja war eigentlich, da geht ein Personal jetzt an das um.

00:31:22: Also wir geben den viel mehr Freiheiten.

00:31:24: Wenn, sag ich zum Beispiel zu Thomas, wie würdest du das machen?

00:31:28: und dann sagt, ich würde so, ja gut, mal probieren wir das mal aus.

00:31:31: Ich habe jetzt nicht diese Schema F wie Gastronom.

00:31:34: Ich diskutiere mit meinen Leuten und dann suchen wir uns selber was aus, was gut für uns ist.

00:31:40: Das hat nie geschadet, ganz im Gegenteil.

00:31:42: Das war eigentlich immer ganz gut, dass wir offen darüber gesprochen haben.

00:31:47: Und das war dann nicht Schema F. Ich bin Hotelfachfrau und da musste es so sein, so und so und so.

00:31:52: Und zwar das MA.

00:31:59: Das

00:31:59: ist das Witzige eigentlich daran.

00:32:01: Das sehen wir jetzt gerade an unserem Sohn, da eben dieses duale Studium im Hotel gerade macht.

00:32:07: Umso mehr Freiheit man den Angestellten lässt, desto kreativer werden die, desto mehr haben die Teil am Betrieb und umso mehr man von oben runter delegiert, desto weniger haben die Bock.

00:32:22: Richtig.

00:32:23: Absolut, mein Reden.

00:32:25: Ich hab früher mal gesagt, jemand muss hier, der bei mir neue anfängt, nicht aus der Gastronomie kommen.

00:32:30: Wir bringen ihm die Gastronomie von Anfang an bei.

00:32:33: Und der muss einfach nur Spaß dran haben und eigentlich alles können.

00:32:37: Also wir haben die Leute immer so ausgebildet, dass ... eigentlich jeder alles konnte.

00:32:41: Das heißt, ich weiß selber abends nicht, wer abends zum bedienen kommt.

00:32:45: Das machen die alles unter sich.

00:32:47: Und das finde ich unheimlich wichtig, weil jeder ist angelernet, jeder kann alles.

00:32:51: Mir ist das ganz egal, ob das kommt jemand.

00:32:53: Und diese Freiheit, es macht es vielleicht aus, dass ich mich da in eure Termine, Thomas, zum Beispiel, habe ich mich nie gesteckt.

00:33:00: Das hat mich nie interessiert, weil wir haben immer nur gesagt, okay, ich brauche zwei Abends und zwei Tagsüber oder drei Abends, das hat immer funktioniert.

00:33:08: Weil diese Freiheit musst du Menschen geben, weil ich habe viele Leute, die als Aushilfen nur arbeiten, die das nebenbei machen.

00:33:15: Nicht nur, weil sie Geld brauchen, sondern weil sie auch Spaß daran haben.

00:33:19: Und dann muss ich darauf Rücksicht nehmen, dass die nicht jeden Tag da sein können.

00:33:23: Und deshalb verwalten die sich selbst.

00:33:26: Wie war das?

00:33:26: Der erste Dienstag im Monat?

00:33:28: Ja,

00:33:28: alle sechs bis acht Wochen.

00:33:30: Mittlerweile sind wir so ein gutes Team, dass wir das nur noch alle sechs bis acht Wochen machen müssen.

00:33:35: Sollte einer von denen krank werden, weiß ich auch nicht.

00:33:38: Die tauschen dann untereinander.

00:33:41: Insofern habe ich da mit nichts zu tun.

00:33:43: Also mit Personaleinteilung habe ich überhaupt nichts zu tun.

00:33:47: Wer ist ja eigentlich wichtig, dass es genau so erhalten wird oder darf sich das hier auch noch anders weiterentwickeln, oder?

00:33:53: Ja, ich sage immer nur, wenn jemand dieses Haus anders dekoriert oder nach seinem Geschmack einrichtet, dann macht er große Fehler, weil das ist... Für mich der Inbegriff von Schwarzwald, was wir hier gemacht haben, und genau das will auch der Gast, wenn er im Schwarzwald ist, will auch mal Schwarzwald sehen und nicht irgendwie so ein Dönerbude oder sowas.

00:34:15: Gut, die gehören auch dazu, aber wie gesagt, die wollen, die Leute kommen hierher, wollen badisch-elsessisch essen mit einem leichten Französischen Untertatsch und wollen natürlich sich mal fühlen wie früher im Schwarzwald.

00:34:27: Also, meinem Nachfolger kann ich dringend empfehlen, das Innenleben so zu lassen, wie es ist, weil Somit läuft sein Geschäft gut.

00:34:35: Fertig.

00:34:38: Wann war es an Weihnachten, kam ich mal hierher und habe gesagt, es sieht aus wie bei Kevin Allein zu Hause.

00:34:44: Bei Kevin Allein zu Hause, wenn du in dieses Haus reingehst, ist alles rot und grün und du bist schon so richtig auf Weihnachten eingestimmt.

00:34:51: Und hier kommst du rein und du bist total auf Schwarzwald eingestimmt.

00:34:55: Also könntest du jetzt einen bollen Hut aufziehen und Fotoshooting machen und wärst genau richtig hier.

00:35:00: Wie schafft ihr es eigentlich diesen oder wie macht ihr das gemeinsam diesen Wissenstransfer dann zu organisieren oder das was wichtig ist von so einem Betrieb dann überzugeben?

00:35:08: Wie funktioniert läuft das denn dann ab?

00:35:10: Also ich würde wie ich es immer mache meinen Teil praktisch an Immobilienmaterial abgeben.

00:35:15: Also alles Wissenswerte von der Immobilie.

00:35:18: Das ist jetzt ein bisschen wieder der druckene Teil.

00:35:20: Die Baupläne, die Unterlagen, die Geschichte dahinter, aber so die Gastronomie an sich.

00:35:27: Ich denke, das wird dann so ein Übergang geben, wo die Andrea einfach ihre Erfahrungswerte teilt, oder?

00:35:34: Ja, das auch.

00:35:35: Und vor allen Dingen gebe ich dann immer irgendeine Versuche, dem Nachfolger mitzugeben, dass es ganz, ganz wichtig ist, dass er immer ganz ehrlich auch zum Gast ist, ganz ehrlich zum Personal, einfach authentisch und einfach fröhlicher Mensch.

00:35:48: Das ist ganz wichtig.

00:35:49: Also, ich merke immer ganz sofort, wenn es gibt ganz viele Mitbewerber oder ich habe ja keine Konkurrenz, das will.

00:35:59: Meine Mitbewerber, die versuchen so dem Gast irgendwas zu erzählen, was der Wahrheit den spricht, das merkt der Gast sofort.

00:36:05: Also man kann alles machen, aber den Gast nicht für Blötheit, das geht nicht.

00:36:09: Und deshalb ist die Wahrheit immer das Wichtigste.

00:36:12: Gut, und dann muss man noch dazu sagen, wir verkaufen ja eigentlich hier einen laufenden Betrieb und nicht die Immobilie alleine.

00:36:19: Also es ist ein perfekt funktionierender, laufender Betrieb und es besteht auch grundsätzlich die Möglichkeit, Personal weiter zu übernehmen.

00:36:30: Das heißt nur der Küchenchef theoretisch müsste neu gesucht werden.

00:36:33: Genau.

00:36:33: Aber der

00:36:34: will seine Erfahrungen

00:36:36: schnell.

00:36:37: Genau.

00:36:38: Ja, du hast ja hier an dieser Immobilie so viel.

00:36:41: Du hast ja einerseits die Gastro.

00:36:44: den Gastrobetrieb.

00:36:45: Dann haben wir oben drüber eine Privatwohnung, die man dann vielleicht auch weiter privat eben nutzen könnte oder ausbauen.

00:36:51: Wir haben Nebengebäude, die man vermieten kann, Ferienwohnungen, ein bisschen so kleine Hotellerie reinmachen.

00:36:57: Also du hast hier viele Möglichkeiten.

00:37:00: Wir haben ein Weinkeller hier.

00:37:02: Hattest du damals dein Geschäft hier unten drin?

00:37:04: Ja, ich hab den ganz zu Anfang haben wir den auch als Weinkeller betrieben.

00:37:07: Was sehr gut lief, das Problem war nur, die Leute wollten dann nachts abends um zehn nicht gehen.

00:37:14: Äh, ja.

00:37:16: Und, äh, ja, das war dann etwas schwierig.

00:37:19: Ja, was ist so?

00:37:20: Ja, die wollten einfach nicht gehen.

00:37:23: Ich befände eine Geschichte ein.

00:37:24: Zum Fehlwarzen, die

00:37:26: wollten nicht gehen.

00:37:29: Ich

00:37:31: weiß ja nicht, was kommt.

00:37:32: Nur, fast muss es rausschreiten.

00:37:34: Wurder

00:37:35: Chef hat um zwanzig Uhr angefangen, hat im Sommer die Blumen zugießen.

00:37:40: Damit die Leute gehen?

00:37:41: Und die Blumen heben.

00:37:42: Hinge halt über den Tischen.

00:37:48: Der hat dann halt einfach das Licht ausgemacht, hat angefangen die Blumen zu kiesten und halt die Leute lassen.

00:37:53: Da haben die dann auch die letzten Kabiert nach drei Flaschen Wein, dass sie jetzt noch mal Zeit hat, nach Hause

00:37:59: zu gehen.

00:37:59: Aber

00:38:00: das spricht einfach für euch.

00:38:02: Das ist einfach so

00:38:03: schön

00:38:04: und herzlich, wenn man will

00:38:05: nicht gehen.

00:38:06: Ja, hier gibt es ganz viele Geschichten hierzu, also man verbindet so viel damit.

00:38:10: Was ist denn deine Lieblingsgeschichte, wenn du die eine rauspicken müsstest?

00:38:13: Das kann ich nicht.

00:38:14: Es gibt so viele.

00:38:14: Nee, das gibt so viele.

00:38:16: Also das kann ich wirklich nicht.

00:38:17: Ich kann nur wirklich Sachen nachhinein sagen, dass ich eigentlich immer Spaß hatte.

00:38:21: Und ich kann jetzt nicht eine spezielle Geschichte rauspicken, weil, boah, das würde, das sind's, wenn wir übermorgen hier noch sitzen.

00:38:28: Ja, also das kann ich.

00:38:30: Das kann

00:38:32: schwer zu sagen.

00:38:34: Das kann ich auch echt bestätigen, also wo ich hier gearbeitet habe.

00:38:38: Also es war für mich nie, dass ich jetzt dachte so, jetzt muss ich arbeiten gehen.

00:38:43: Ich bin immer gerne gekommen.

00:38:44: Ich hatte immer Spaß.

00:38:45: Es war immer schön.

00:38:46: Das war eigentlich eigentlich eher so nach Hause kommen zur Familie irgendwie.

00:38:51: Ich habe viele, die kommen mit einem mürrischen Gesicht von ihrer Arbeit und sind total genervt.

00:38:57: Dann sind sie keine zehn Minuten hier und wir albern ein bisschen rum und dann sind sie total fröhlich.

00:39:02: Und dann sagen sie auch zu mir, wie macht ihr das, dass wir plötzlich wieder gut drauf sind?

00:39:07: Weil man in so einer eigenen Welt dann hier drin ist und dass der fröhliche Kenner oder die Kennerin oder auch die fröhliche Chefin, das wirbt sie natürlich auf den Gast aus.

00:39:19: Der hat dann auch das Gefühl, ich sag meinen Leuten immer, vermittelt den Gästen, dass sie Urlau haben, dass sie absolut sorgenfrei sind.

00:39:27: Und das ist, glaube ich, das Wichtigste, dass gerade in einem so touristischen Ort wie Sassbachweiden, dass man ihnen einfach das Gefühl gibt, sie haben Urlaub.

00:39:34: Schön.

00:39:35: Ihr seid jetzt ja schon in Gesprächen, das heißt, es kann ja auch zeitnah so weit sein.

00:39:39: Würdest du dann privat auch in Zukunft hier nochmal vorbeikommen?

00:39:41: oder blutet das Herz dann so sehr, dass du sagst, dann ist es abgeschlossen, dann halte ich mich lieber fern.

00:39:46: Ich glaube, es ist abgeschlossen.

00:39:48: Ich glaube, ich war zu lange gemacht.

00:39:51: Ich glaube, ich würde nicht zurückkehren.

00:39:53: Meinst du,

00:39:54: dass es dich frustrieren wird?

00:39:56: Nein, ich

00:39:58: hätte zu viele Erinnerungen.

00:40:00: Für mich ist das, wenn ich hier rausgehe, das ist ein neuer Lebensabschnitt und den möchte ich mir nicht versauen auf Deutsch gesagt.

00:40:08: Manchmal

00:40:09: ist es da neugierig.

00:40:11: Nein, ich bin nicht.

00:40:12: Ich habe viele Freunde, die gastronomische Betriebe weggegeben haben.

00:40:17: Oder andere in meiner Familie.

00:40:19: Die einen können zurückkehren und essen.

00:40:22: Die anderen gehen nicht hin.

00:40:23: Ich bin in keinem Lokal mehr gewesen, was unter neuen Betreibern läuft.

00:40:30: Weil ich immer meine eigenen Erinnerungen habe.

00:40:33: Das möchte ich auch beibehalten.

00:40:35: Das ist durchgehend positiv.

00:40:37: So soll es bleiben.

00:40:38: Danke schön.

00:40:40: Zum Abschluss, weil wir jetzt ja eine neue Rubrik haben, das machen wir heute auch.

00:40:44: Da haben wir

00:40:44: schon soweit.

00:40:46: Da haben wir noch irgendwas vergessen, was ihr gerne noch mitteilen möchtet.

00:40:49: Wir könnten drei Stunden und länger weiter reden, also ohne Probleme.

00:40:53: Ich

00:40:54: glaube, das war schon sehr, sehr schön.

00:40:57: Eines müsste man vielleicht nur erwähnen.

00:40:58: Es dürfte kein Nachfrage sein, der sehr bequem ist, weil es ist dich, wie du gesagt hast, ein Biergarten, es ist ein Weingarten.

00:41:07: Dieser Garten da draußen ist mit ganz uralten Reben überpflanzt.

00:41:10: Das heißt also, man muss schon morgens mal auf die Leiter und mal die Reben schneiden, wenn sonst hängen die Trauben den Leuten im Gesicht und der Händ ist auch zu weit runter.

00:41:22: Und das ist auch eine Sache, die ich weitergeben würde, niemals hier einen Sonnenschirm hinzustellen.

00:41:28: Weil man im Sonnenschirm und am Sonnenschirm wir unter so einer Käseklocke sitzt und hier geht der Wind durch und man hat einen totalen Schatten.

00:41:35: Aber es macht Arbeit.

00:41:36: Gut, das ist ein Weingarten,

00:41:39: kein Biergarten.

00:41:39: Es ist ein Weingarten

00:41:41: natürlich.

00:41:42: Wie ein heuriger.

00:41:45: So, dann zum Abschluss nochmal unsere Rubrik, das Maklerlexikon.

00:41:50: Ja, erklärt das ja mal auf Wölfisch.

00:41:51: Ja.

00:41:52: Und das sind ja immer typische Begriffe, die oft in Exposé stehen, die eigentlich ja immer ganz toll klingen, oft was anderes bedeuten.

00:41:58: und auch wir nehmen auch Begriffe, die Alex auch nicht mehr hören kann.

00:42:02: Ich habe heute was ganz einfaches, weil das ja auch so idyllisch gelegen ist.

00:42:06: Wie würdet ihr mir denn idyllisch gelegen auf Wölfisch erklären?

00:42:10: Jetzt bin ich auf deine Antwort gespannt, ich kenne meine.

00:42:14: Oh ja, ich bin auf deine... Ja, mach mal du.

00:42:17: Ich find's gar nicht so schlimm in dem Fall.

00:42:19: Also nicht lichtdurchflutet und nicht charmant.

00:42:23: Idyllisch hat ja immer, also sag mal jetzt so vom normalen Sprachgebrauch her, wär's ja was Malerisches.

00:42:28: So

00:42:28: wie hier?

00:42:29: Ja, sowas romantisch und so.

00:42:32: Für mich, wenn ich Idyllisch lese und dann noch am Wald ran in Kombination, das ist so mein persönlicher Albtraum,

00:42:43: ja.

00:42:50: Ich hab keine Nachbarn, ich bin komplett abgelegen.

00:42:52: Ich bin an einem Waldrand.

00:42:54: Ich möchte kurz ausholen, wir haben mal in München gewohnt, in einer ehemaligen Schrebergarten-Siedlung.

00:42:58: In einer idyllischen Lage.

00:42:59: In

00:42:59: einer idyllischen Lage.

00:43:00: So, und dann mache ich ein Geräusch dazu.

00:43:05: Genau.

00:43:05: Also ab achtzehn Uhr hatte ich nur noch Insekten-Spray, am Anfang, wo mir dort ... hingezogen sind, habe ich mich gewundert, warum alle diese Moskitonetze an ihren Fenster

00:43:15: hängen haben.

00:43:17: Ich wusste

00:43:19: aber, warum.

00:43:20: Und also ich habe so ein bisschen so eine Phobie gegen bestimmte Tierchen, die griechen.

00:43:26: Ich kann manchen auch Namen geben im Keller, wenn dann so eine Spinne kommt, die heißt dann Erna.

00:43:31: Meine heißt immer Mächtel.

00:43:33: Mächtel ist

00:43:34: auch gut.

00:43:35: Aber prinzipiell da Tommas und ich haben so ganz komplett unterschiedliche Auffassungsweisen.

00:43:41: Also du findest, du bist toll.

00:43:43: Also ich weiß schon, wenn Erna eine Immobilie zeigt für uns privat.

00:43:46: Und ich sehe dann noch irgendwie lauter Bäume hinten dran, da könnte ich wieder Wald rantern.

00:43:51: Ich könnte mit in den Wald ziehen, mir

00:43:53: ist das egal.

00:43:54: Ich habe da noch ein Grundstück oben, Sassbach-Waltenweiter.

00:43:57: Da ist ganz viel Baubestand.

00:43:59: Mächtest du

00:44:00: das vielleicht?

00:44:01: Nur die hakt er erst mal weg und dann ist alles

00:44:03: klar.

00:44:04: Sehr

00:44:04: schön, ihr Lieben.

00:44:05: Vielen, vielen Dank auch dafür.

00:44:07: Andrea, vielen, vielen Dank, dass du uns mitgenommen hast, dass wir dich besuchen durften hier in diesem wunderschönen Schatzkästchen.

00:44:13: Alles, alles Gute für die Zukunft, für den neuen.

00:44:15: Lebensabschnitt, dass genau die Käufer herkommen oder der Käufer, den du dir wünscht und er das so erhält und diesen Traum einfach weiter lebt.

00:44:23: Danke für deine Zeit.

00:44:24: Danke.

00:44:25: Euch auch.

00:44:25: Vielen, vielen Dank für diese Folge.

00:44:27: Ich finde die war sensationell.

00:44:28: Wunderschön und hat mir total viel Spaß gemacht.

00:44:30: Ihr mir hat es auch viel Spaß gemacht und großen Dank auch an Andrea.

00:44:34: Ich wollte auch mal ein bisschen frischen Wind reinbekommen hier und auch meine andere Stimme, nicht immer nur unsere.

00:44:40: Also hat mir es ja gut gefallen.

00:44:42: Danke schön.

00:44:42: Danke

00:44:43: dir.

00:44:43: Danke schön.

00:44:44: Sehr schön.

00:44:45: Vielen Dank fürs Zuhören.

00:44:46: Ihr wisst ja, uns gibt es alle zwei Wochen und alle wichtigen Infos, die stehen unten in den Shownutz.

00:44:51: Und wir freuen uns schon auf das nächste Mal.

00:44:53: Bis dahin, alles Gute.

00:44:54: Tschüss.

00:44:55: Tschüss.

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